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Erfolgreich gewirtschaftet

2012 war für das Familien-Unternehmen ein Jahr der Konsolidierung – Mehr Mitarbeiter und Fuhrpark vergrößert

Nach drei Jahren in Folge mit einem jeweils zweistelligen Wachstum hat für die Stöhr-Gruppe 2012 eine Phase der Konsolidierung begonnen. Doch auch in einem schwierigen Umfeld gelang es den beiden Familien-Unternehmen, ihren Umsatz und Ertrag gegenüber dem Vorjahr weitgehend zu stabilisieren. In der Transportbranche herrscht – nicht zuletzt wegen der anhaltenden Euro-Krise – ein enormer Verdrängungswettbewerb und damit ein starker Druck auf die Marge. „Der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre ist einer Ernüchterung gewichen. Die Kunden sind durch die aktuelle wirtschaftliche Situation verunsichert und suchen deshalb in allen Bereichen nach der Möglichkeit, Kosten zu reduzieren“, erläutert Uwe Stöhr, geschäftsführender Gesellschafter der Stöhr-Gruppe: „Gerade in der Logistik sind daher kostengünstige Lösungen gefragt.“ „Nach den erheblichen Zuwächsen in den vergangenen Jahren war es 2012 nötig, unsere Strukturen anzupassen. Die Aufträge werden immer komplexer und personalintensiver. Dem haben wir Rechnung getragen, in dem wir im vergangenen Jahr sowohl unsere Belegschaft als auch unseren Fuhrpark erweitert haben. In diesem Jahr werden wir außerdem in die nötige Ausrüstung investieren, um auch in Zukunft so gut aufgestellt zu sein,“ sagt Oliver Stöhr, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter der Stöhr-Gruppe. Dadurch konnte das Unternehmen die Auslastung optimieren und so die Leerkilometer verringern und die Routen konzentrieren. „Vor allem in Süddeutschland haben wir unsere Tätigkeit ausgeweitet.“ Gerade im Zeitschriften- und Beilagengeschäft sieht sich das Unternehmen gut gerüstet: „Die Zahl der Bewerber, die das können ist weiter rückläufig“, erklären die Brüder. Im vergangenen Jahr hat die Stöhr-Spedition auch ihre Transporte nach Italien deutlich erhöht. Im Sommer 2012 übernahm das Familienunternehmen Teile aus der Insolvenzmasse eines ortsansässigen Transporteurs. Dazu gehören neben dem Kundenstamm auch vier erfahrene Mitarbeiter – drei Fahrer sowie eine Disponentin – die nun die Transporte von und nach Italien abwickeln. Mit drei zusätzlich angeschafften Lastzügen befördert Stöhr-Logistik jetzt täglich mehrfach Industriegüter, beispielsweise Fliesen und Natursteine sowie andere Waren über den Brenner und zurück. Die Situation schlägt sich auch bei den Mitarbeitern nieder: Die Stöhr-Spedition beschäftigt aktuell 192 Mitarbeiter (Vorjahr 176), während Select Service Stöhr weiterhin auf rund 600 „helfende Hände“ zählen kann. Insgesamt bildet die Firmen-Gruppe außerdem derzeit 20 Auszubildende in den Berufen Fachkraft für Lagerlogistik, Berufskraftfahrer sowie Kaufmann/Kauffrau für Speditions- und Logistikdienstleistung aus. Auch der Fuhrpark wurde im vergangenen Jahr kräftig erweitert. Gut 70 Fahrzeuge – vom Kleinbus bis zum 40-Tonner-Lkw mit Hebebühne – fahren jetzt für die Nürnberger Spedition. Das entspricht einem Plus von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die neuen Lkw erfüllen übrigens alle bereits die strenge Euro6-Norm. „Damit leisten wir schon heute den höchstmöglichen Beitrag zur CO2-Reduzierung“, sagt Oliver Stöhr. Auch mit seinem hochmodernen Fuhrpark ist das Unternehmen heute also absolut konkurrenzfähig. Beim Umsatz mussten die beiden Unternehmen der Stöhr-Gruppe, die Stöhr-Spediton und Select Service Stöhr dennoch jeweils einen leichten Rückgang verzeichnen: Bei der Spedition sank der Umsatz um etwa drei Prozent auf 24,5 Millionen Euro und bei dem Dienstleistungsunternehmen ging er um etwa 1,5 Prozent auf 5,5 Millionen Euro zurück. „Trotz Krise in der Branche und zwei schwierigen letzten Monaten im Jahr 2012 konnten wir unterm Strich weiterhin erfolgreich wirtschaften,“ stellt Uwe Stöhr rückblickend fest.